Kurier

Im schönen Baden ist die Operettenwelt in Ordnung

Kritik – Eine Rarität, ein Hit und ein Musical – auf diese Mischung setzt Intendant Robert Herzl in der Sommerarena Baden. Nach Ralph Benatzkys selten gespielter „Drei Musketiere“ – Vertonung hielt nun Emmerich Kálmáns populäre „Gräfin Mariza“ Einzug in der Operetten Metropole. Ein Erfolg mit Ansage. Viel falsch machen kann man nicht bei dieser Ohrwurm-Parade. Man muss das Werk nur ernst nehmen und auf die theatralische Pranke Kálmáns vertrauen. Und genau das hat Isabella Fritdum in dem schönen, ästhetischem, Rau m gebenden Bühnenbild von Susanne Thomasberger gemacht. Fritdum lässt die Liebesgeschichte zwischen dem armen Grafen Tassilo und der reichen Mariza schnörkellos ablaufen; Timing und Tempo stimmen.
Ein idealer Rahmen für die Sänger, den vor allem Thomas Sigwald als darstellerisch exzellenter Tasilo zu nützen weiß. Sigwald singt ausgezeichnet, ist ein in jeder Phase glaubhafter Aristo-Sturkopf. An seiner Seite Hege Gustava Tjønn als schön singende, leider etwas wortundeutliche Mariza-ein gutes Paar. Kerstin Grotrian ist eine fabelhafte Lisa, die in Thomas Markus den passenden, tanzfreudigen Zsupán findet. Als Fürst Populescusorgt Tibor Szolnoki für Lacher. Gleiches gilt für Ulli Fessl als Bozena und Florian Stanek als Penizek. Und Heinz Zuber macht aus der Nebenrolledes alten Dieners Tschekko eine veritable Hauptrolle. Schwungvoll das Orchester und Dirigent László Gyükér. So soll Operette sein. – Peter Jarolin


Oper Graz: Oscar Straus‘ Operettenklassiker, runderneuert Kleine Zeitung

„Walzertraum“, Version 2.0

Die Premiere im Dezember war zum Vergessen, im Laufe der Zeit hat die Grazer Oper bei ihrer Produktion „Ein Walzertraum“ nachgebessert, umbesetzt und gekürzt. Mit Thomas Sigwald singt nun ein echter, temperamentvoller Operettentenor die Hauptpartie. Kurz: Man kann sich das Stück jetzt anschauen. Die bleischweren, langwierigen Dialoge wurden gekürzt,..... Hauptverantwortlich für die Verbesserung ist Thomas Sigwald der mittlerweile die Hauptpartie singt. Mit wienerischen Charme und darstellerischem Temperament wirft er sich in seine Aufgabe. Erst sein Elan verdeutlich die Absicht der Inszenierung, die Kontraste zwischen den graukorrekten Deutschen und den liederlich-sinnlichen Wienern lustvoll zu schärfen, um daraus Humorkapital zu schlagen. Sigwald singt die Partie außerdem mit ordentlichem, durchwegs kräftigem Tenor. - MG
Der neue Merker

CD / Thomas Sigwald „Mein Weihnachten“ – In Eigenproduktion brachte der beliebte Wiener Volksopern-Tenor im Jahr 2007 eine CD auf den Markt, die in kurzen 33 Minuten „Heiter-Besinnliches zum Fest“ vermitteln soll. Das gelingt ihr auch, zumal das Programm geschickt zusammengestellt ist (Volksweisen, ein Medley, amerikanische Weihnachtslieder, „Stille Nacht“ sowie das „Ave Maria“ von Gounod) und gefühlvollem, unprätentiösem Gesang gefällt. Zwar wiederum eine Weihnachtsaufnahme eines klassischen Tenors, doch nicht „aufgemascherlt“, und in ihrer Schlichtheit ansprechender, ja berührender als viele andere. - Gerhard Ottinger
Badener Zeitung, 17.2.2011

Gewehrkugel und Amors Pfeile fliegen um die Wette

Irving Berlins Musical „Annie Get Your Gun“ am Stadttheater Baden

Charmant wie immer, mit seiner Ausstrahlung punktend Thomas Sigwald als zwischen Liebe und Trotz hin und her gerissener Frank Butler – Wanda Mühlgassner

Kronen Zeitung, 15.02.2011
Stadttheater Baden: Irving Berlins „Annie Get Your Gun“ in Attila E. Lángs Regie

„It’s wonderful!“

Irving Berlins „Annie Get Your Gun“ in Baden! Bei uns ist das Werk fast vergessen. Umso größer Direktor Robert Herzls Verdienst, die Evergreen-Parade wieder zu präsentieren – und das in einer kitschfreien, schlüssigen Bearbeitung durch Regisseur Attila E. Lang, in der heute Unspielbares ein Conférencier (Erich Schleyer) erzählt. In Johanna Arrouas und Thomas Sigwald hat Láng das ideale Paar Anie und Frank. – V.P.

Kurier, 14.2.2011
So macht auch der Wilde Westen jede Menge Spaß

... Wenn man dass noch eine gute Besetzung hat, ist ein Erfolg vorprogrammiert. Die Bühne Baden hat (im Stadttheater) ein mehr als tolles Ensemble, das die Liebesgeschichte zwischen Frank Butler, dem Star-Schützen einer Cowboy-Sow, und der schießtechnisch nicht minder talentierten Annie ideal zur Geltung bringt. Auch dank der Regel (und Fassung) von Attila E. L’ang. Dazu kommt, dass Thomas Sigwald ein herrlich machohafter Frank Butler ist, der auch stimmlich keine Wünsche offen lässt und der in Johana Arrouas eine in jeder Hinsicht fabelhafte, ja bezaubernde Anni findet. –Peter Jarolin

Kurier/ Strobl Heidi

AM HERD MIT THOMAS SIGWALD

Der Tenor ist derzeit als "Josef" in "Wiener Blut" an der Volksoper zu sehen. Und kochen kann er auch. Aber wie: Schließlich hat er es beim früheren TV-Kultkoch Ernst Faseth gelernt.

Thomas Sigwald empfängt uns mit einer gedruckten Speiskarte. Dreigängiges Menü. Den Knoblauch für die Vorspeise hat er schon am Vortag in gutes Olivenöl gepresst und seiht ihn jetzt durch ein Sieb ab. Knoblauch liebt er, als Sänger muss er allerdings vorsichtig sein, um sich’s mit den Kollegen nicht zu verscherzen. „Immer, bevor ich was essen will, check ich, ob das auch geht.“

Das duftende Öl erwärmt er zart und legt ein paar Scheiben Vollkornbrot hinein. Inzwischen mariniert er den grünen Salat in einem irdenen Topf, drauf ein paar Blättchen Zitronenmelisse aus dem Kräuterbeet. Das Tüpfchen auf dem „i“: saftige Mangostücke. Sigwald experimentiert gern. „Ich denk da immer an die Geschmacksexplosionen der kleinen Ratte im Film Ratatouille.“ Noch ein paar gehackte Rosmarinnadeln auf das inzwischen zartknusprige, mit Öl angesaugte Brot. Gelungen! Kochen gelernt hat der Sänger immerhin bei Legende Ernst Faseth im Modul. Danach: Reinhardtseminar, Film, Theater. Seit 2006 ist er fixes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. Nebenbei sind Erdäpfel fertig gekocht, die Fischfilets umwickeln wir sorgfältig mit dem Schinken. Sigwald erzählt von seinem Weihnachtsprogramm "Ho Ho Ho", bei sich ein depressives Christkind als Globalisierungsopfer fühlt, und von seinen "Wiener Schmankerln" im Stadttheater Baden. Seine Freundin, Geigerin bei den Wiender Symphonikern, genießt es, bekocht zu werden, und wir genießen es auch. Sigwald: "Wir spekulieren ja immer wieder, ob wir nicht ein Lokal aufmachen sollten."

FISCHFILETS IM PROSCIUTTOMANTEL Ofen auf 200°C vorheizen. Paradeiser abtropfen lassen und mit Basilikum, Oregano und einem Schuss Olivenöl bestreichen, Schinken darauf überlappend auflegen. Mit der Paste bestreichen, Rucolablätter darauf legen, straff einrollen. Auf ein Backblech setzen, 15-20 Minuten garen. Schräg aufschneiden, mit Petersilerdäpfeln servieren.

500g Fischfilets ohne Haut
200g luftgetrockneter Schinken, dünn geschnitten
1 Glas getrocknete Paradeiser in Öl
1 Hand voll Basilikum
etwas getrockneter Oregano
1 Hand voll Rucola
gutes Olivenöl


5 fragen
Gibt es einen prägenden Geschmack aus Ihrer Kindheit?
Calve Mayo aus Tupe und Mutters Coq au vin.

Was würden Sie nie essen?
Geröstete Leber

Welche Küche der Welt ist Ihnen am liebsten?
Das kann man einem Zwilling nicht fragen, So wie ich aufwach, so ess ich.

Ihr Lieblingslokal?
Nach Gusto, Zum Beispiel "Koinonina" am Aumannplatz, Wien 18.

Wo kaufen Sie am liebsten ein?
Beim Türken auf der Hernalser Hauptstraße

Der Standard/ Ljubisa Tosic

Fra Diavolo Volksoper Wien

....zumindest an dem (Mit Intelligenzblockaden kämpfenden) Banditenpaar Beppo(Thomas Sigwald) und Giacomo(Stepfan Cerny) konnte man sich aufrichten. Mit ihnen immerhin schien Regisseur Josef Köpplinger etwas anfangen zu können...

Kurier/ Peter Jarolin:

Fra Diavolo Volksoper Wien

...Also ist Eigeninitiative angesagt: Thomas Sigwald und Stefan Cerny, die beide auch sehr gut singen, legen sie an den Tag und zeichnen zwei herrlich komische und leicht debile Kleinganoven, die ihrem Boss fast die Show stehlen...

Kleine Zeitung/ Naredi Rainer

Fra Diavolo Volksoper Wien

Thomas Sigwald uns Stefan cerny sichern sich als vertrottelte Banditen Beifall.

OÖ Nachrichten

Fra Diavolo Volksoper Wien

Stimmungsmacher waren Thomas Sigwald und Stefan Cerny als Gaunerpaar Beppo/Giacomo.

Der neue Merker 11 2008

WIEN/ Volksoper: TURANDOT am 5. 11.2008

Ein ausverkaufter Hit in Originalsprache. Mindestens eine Schulklasse, ich würde so 6. Gym. schätzen,  jubelte den Protagonisten so herzlich zu, wie man es am Ring derzeit nahezu überhaupt nicht mehr erlebt. Und dieser Jubel war mehr als berechtigt.  Da gibt es erstens eine Inszenierung mit Hirn, Kostüme zum Verlieben und natürlich hervorragende Sänger. Und immer wieder, gerade bei dieser Superproduktion, Maske und Kostümschneiderei vor den Vorhang. Wenn man überlegt, auch diese Produktion wurde „nur“ 6 Wochen geprobt, das Ergebnis ist toll, an der Stop wurde zu letzt „Faust“ ebenso lange geprobt, .....was kam denn da heraus!!!?

Um so einen „Haus-Calaf“ kann man die Vop nur beneiden. ROY CORNELIUS SMITH wird von Aufführungsserie zu Serie immer noch besser. Die Stimme wird immer größer, immer metallischer, büßt aber nicht an Geschmeidigkeit und Modulationsfähigkeit ein. Und so kann er im Duett mit Turandot, aber auch in den Arien immer wieder herrliche Piani strömen lassen. Es wäre natürlich interessant, den Künstler einmal in einer Rolle am Ring zu erleben. Die eisumgürtete Prinzessin mit den verkniffenen Fragen war RACHEL TOVEY. Eine starke, gut geführte Stimme, die auch mit den lyrischeren Passagen keine Probleme hat, weil sie doch noch nicht so ganz schwer ist. Das einzige Manko, die Kostüme des Prinzenpaares sind leider nicht so schön gelungen wie die der anderen. Oder war da die Vorstellung und Wirksamkeit nicht mit der figürlichen Realität der Protagonisten vereinbar? LETICIA BREWER war eine sehr zu Herzen gehende Liu, die aber doch an der Stimmführung, damit es ein bisserl mehr Kern bekommt,  noch arbeiten sollte. SORIN COLIBAN war ein unübersehbarer, wie unüberhörbarer Timur. Eine reine Freude war das Ministerterzett. MICHAEL KRAUS/Ping, ein hervorragendes Arioso über sein Haus in Onan mit blauen See und Bambuswald (jeder Panda hätte seine Freude), KARL MICHAEL EBNER/Pang und THOMAS SIGWALD sangen und spielten hervorragend. In dieser Inszenierung jagt bei der Ministerszene ein Slapstick den anderen. Die drei machen das ausgezeichnet, vom Schirmchen drehen bis zum Tänzeln, und zu singen ist das alles andere als einfach. STEFAN CERNY sang den Mandarin ohne großerSchwierigkeit. Eine sehr kleine, aber sehr heikle exponierte Rolle, die auch schon „großen“ Namen nicht immer reinste Freude machte. LIDIA PESKI und KATHARINA IKONOMOU sangen die beiden Hofdamen hörbar und gut.

Leider kann ich nicht verstehen, warum sich PETER MINICH den Altoum antut.  Wie schrieb da Hofmannstal im Rosenkavalier?

ALFRED ESCHWÉ hat für Puccini den richtigen Strich für das Orchester und die Bühne. Chor, Extrachor, Kinderchor und Komparserie sowie Balletteleven seien alle gelobt, weil das alles exakt funktionierte. Bravo, der Schlussjubel war mehr als verdient.

So möge diese Produktion noch viele Jahre laufen, die Auslastung „trotz“ Originalsprache bestätigt den Erfolg.

P.S. im Vergleich zum Ring sah ich am Gürtel die Damenwelt im Parkett besser gekleidet, und ich musste über keinen Rucksack springen

Elena Habermann

Der neue Merker 09 2008

Gespräch mit

THOMAS SIGWALD

Während eines mittäglichen Treffens mit dem Volksoperntenor am 25.9. in einem Restaurant des 18.Bezirks ergab sich die Gelegenheit, mit dem Künstler, der bei all seinen – oftmals im „Merker“, v.a. aus der Volksoper und aus Baden, rezensierten – Auftritten durch starke Bühnenpräsenz begeistert, über den Beginn seiner Laufbahn, seine gegenwärtigen Aktivitäten sowie seine Zukunftspläne zu plaudern.

Wie kamen Sie auf die Idee, Sänger zu werden, und wie begann die Karriere?

 Ich studierte Schauspiel am Max Reinhardt-Seminar in Wien (u.a. bei Susi Nicoletti, Karlheinz Hackl und Erni Mangold) und ging dann ans Landestheater Linz. An diesem Mehrspartenhaus ergab sich die Möglichkeit, den Judas in „Jesus Christ Superstar“ zu verkörpern, und so wurde ich als Tenor „entdeckt“  (Anmerkung des „Merker“: Die Ähnlichkeit mit dem Karrierebeginn von Peter Minich in St. Pölten ist frappant). Das Gesangsstudium in Linz (u.a. bei Althea Bridges) brachte mir Engagements an das Wiener Raimund-Theater(„Les Misérables“) sowie an das Stadttheater Klagenfurt (Tony in „West Side Story“ unter der Regie von Bernd Palma) ein.

Der Weg zur klassischen Operette und zur Oper

Mit „Rose von Stambul“ als innerhalb von 5 Tagen einspringende Alternativbesetzung von Sebastian Reinthaller folgten bald regelmäßige Engagements in Baden, doch zuvor die Rückkehr nach Linz (beginnend mit dem Grafen Stanislaus im „Vogelhändler“). Allerdings lag in diesen Jahren der Schwerpunkt auf dem Gebiet der Oper, wobei den Anfang der Belmonte in Vorarlberg gebildet hatte. Diesem folgten in Klagenfurt u.a. Ernesto in „Don Pasquale“ (mit Franziska Stanner als Norina), Tamino und Nadir ("Les pêcheurs de perles") sowie in Linz Don Ottavio, ein frz. gesungener Werther, der Baron Kronthal im „Wildschütz“ und moderne Opern. Den Jaquino in „Fidelio“ sang ich sogar bei den Bregenzer Festspielen. Sicherlich würde mich auch sehr die Beschäftigung mit dem klassischen Lied reizen, doch bräuchte man dafür viel Zeit, die ich im Augenblick nicht habe.

Vom frei schaffenden Künstler wieder zurück in ein festes Ensemble

Nach den Anfangsjahren ergaben sich die ersten internationalen Engagements. Demnach sang ich zwar sowohl in Graz (Rosillon in der „Lustigen Witwe“ und erneut den Tony), aber auch an der Semper-Oper-Dresden, viele Jahre am Münchner Gärtnerplatz-Theater(u.a. den Rinuccio in „Gianni Schicchi“), in Schwerin (Tamino) und Halle. Operettenkonzerte gab es von Spanien (Barcelona) bis Australien (Sydney Opera House), Japan (Santuri Hall in Tokyo) und Amerika (u.a. Lincoln Center). Irgendwann stellt man sich allerdings die Frage, ob es – auch aus familiären Gründen – nicht wieder besser wäre, ein fixes künstlerisches Zuhause zu haben. Deshalb bin ich sehr froh, nach mehreren Gastauftritten ab 2006 im Ensemble der Volksoper (mein einziges Festengagement außer Linz) eine neue Heimat gefunden zu haben. Die derzeitige Direktion geht einen guten Weg, der durch die Publikumsauslastung bestätigt wird. An der VOP sang ich bisher neben Operetten auch den Remendado ("Carmen"), den Mann mit dem Esel ("Die Kluge"), den 2. Priester und den 1. Geharnischten („Die Zauberflöte“)und den Pong („Turandot“). Ich will nämlich keineswegs als reiner Operettentenor abgestempelt werden.

Wie kam es zu der Idee, eigene Programme zu gestalten?

Das war ganz einfach daraus entstanden, dass ich viele gute Operettenabende vermisste, der Jugend dieses Genre näherbringen und selbst außerhalb des regulären Spielbetriebs eigene Dinge gestalten wollte, für welche ich alleine verantwortlich bin. Aber natürlich weiß ich, dass ich - nachdem ich schon Solo-Abende in Baden absolviert und ein Opernkonzert im Programm habe (aber nicht in Österreich) – im Augenblick zu viel mache. Immerhin laufen nämlich neben „operettts“ noch „Wiener Schmankerln“ (ein mehr für den deutschen Markt bestimmtes Programm, an dem auch Frauke Schäfer mitwirkt) sowie das Weihnachtskabarett „HO HO HO“ (s. „Merker“ 1/08). Für all das habe ich in Christian Koch einen wunderbaren Pianisten und Partner. Und Sie dürfen mir glauben, dass gerade „operettts“ auch physisch sehr anstrengt und wir alle nach den 2 Medley-artigen Zugaben froh sind, wenn es zu Ende ist.

Hat Thomas Sigwald Lampenfieber?

Ja. Das ist schrecklich und wird im Lauf der Zeit immer stärker. Allerdings spüre ich das nur vor einer Vorstellung und in der Pause, und zum Glück nicht während einer Aufführung selbst.

Wie kontrollieren Sie Ihre Leistungen?

Ich nehme Vieles akustisch und auch visuell auf, doch neben dieser Selbstkontrolle habe ich in dem Bulgaren Illko Natchev einen Gesangslehrer, dem ich voll vertraue. Jedenfalls möchte ich nicht stehen bleiben, nehme Kritik ernst, und arbeite immer weiter an mir.

Eine der unvermeidlichen Abschlussfragen gilt immer den Lieblingspartien…

Diese waren sicherlich der Werther und der Tony (für den ich freilich jetzt schon zu alt bin), sowie auf dem Gebiet der Operette der in Baden gesungene Sou-Chong und überhaupt alle Lehár-Rollen (wie etwa Danilo und Goethe).

Haben Sie noch berufliche Träume bzw. Wunschpartien?

Eigentlich nicht, denn ich bin sehr zufrieden, wie es läuft und es soll nicht schlechter werden. Sehr gerne würde ich allerdings wieder den Prinzen Sou-Chong singen (an der VOP ist Sigwald in der Buffo-Rolle des Gustl eingesetzt; Anm. des „Merker“), und irgendwann den Paganini. Außerdem wünsche ich mir, das Programm „operettts“ vermehrt vor Jugendlichen zu spielen, um auch diese Publikumsschicht für die Operette zu begeistern. Wir alle wachsen bzw. wuchsen doch mit dieser Musik auf, die wir live schon bei unseren Großeltern gehört haben, und der man nun zumindest bei Bällen oder dem Neujahrskonzert begegnet. Gerade jetzt waren zwei Schulklassen in „operettts“, und der Lehrer bestätigte mir, dass alle seine 16- bis 19-Jährigen die Musik kannten und begeistert mitgingen, obwohl Sie zuvor nie bei einer Operette gewesen waren. Das freut mich sehr, und bestätigt, dass Komik eine gute Einstiegsplattform bietet. Natürlich würde ich meine Produktionen gerne vermehrt im In- und Ausland zeigen, und vielleicht mehr in Filmen spielen.

Sonstige Aktivitäten?

Als Jugendlicher erhielt ich Preise für von mir gedrehte „Super 8“ –Spielfilme, ich wirkte selbst wiederholt in einigen Filmen mit und tue dies nach wie vor (u.a. in der TV-Serie „Polly Adler“).

Wie schaut es mit außerberuflichen Aktivitäten aus?

Diese liegen v.a. in der Konzipierung, Gestaltung und Conférence von industriellen Events (einschließlich der Fertigung von Industriefilmen).

„Der Merker“ dankt für das Gespräch und wünscht dem Künstler weiterhin viel Erfolg!

Gerhard Ottinger


Kritik aus der Zeitung
"Der Standard"

  




Ganz China liegt halt doch am Gürtel

Kritik – Mit Franz Lehárs "Das Land des Lächelns" beweist die Wiener Volksoper ihre Kompetenz im Genre der Operette.

Die gute Nachricht vorweg, seit Direktor Robert Meyer und sein Team an der Volksoper das Ruder übernommen haben, geht es am Gürtel fast stetig bergauf. Und das sogar in einem Genre, welches in den vergangenen Jahren an der Volksoper in fast trauriger Regelmäßigkeit zum Scheitern verurteilt war, also im Bereich der so genannten "leichten Muse".

Denn bei der Neuproduktion von Franz Lehárs „Das Land des Lächelns“ stimmt sehr vieles. Das beginnt bei der Inszenierung von Beverly Blankenship, die Lehárs bittersüße Liebesgeschichte zwischen der Wienerin Lisa und dem chinesischen Prinzen Sou-Chong ernst nimmt und dafür auch atmosphärisch dichte Bilder findet. Blankenship braucht wenig Requisiten, vertraut auf das extrem geschmackvolle Bühnenbild von Heinz Hauser und die passenden, teils prächtigen, aber nie kitschigen Kostüme von Elisabeth Binder-Neururer. Ein impressionistisch leuchtendes Wien und ein anfangs helles, dann immer bedrohlicher und düsterer werdendes China – das genügt, um die Seelenzustände der Protagonisten auszuloten.


Selten hat Lehár so aufregend geklungen; selten war auch das Orchester so gut. Kompliment.
Ein ideales Umfeld also für die Sänger, die aber nur teilweise daraus Kapital schlagen können. Thomas Sigwald in der Rolle des Graf Gustav von Pottenstein kann es. Sigwald singt und spielt ausgezeichnet, zeichnet zudem eine glaubwürdige Figur. Wie auch Johanna Arrouas als Sou-Chongs quirlige Schwester Mi kaum Wünsche offen lässt; sie ist in jeder Phase sehr sympathisch.

Die Sprechrollen sind mit Gerald Pichowetz (General und Obereunuch), den fünf, schön auf Tussis getrimmten jungen Mädeln und Heinrich Schweiger adäquat besetzt. Dass Schweiger (er gibt auch den Lichtenfels) in seiner Funktion als Sou-Chongs Oheim wie eine Mischung aus Konfuzius und Gandalf ("Herr der Ringe") wirkt, ist spaßig.

Bleibt das unglückliche Liebespaar: Ursula Pfitzner spielt die Lisa sehr eindringlich; stimmlich ist das nicht ihre stärkste Partie. Und Ki-Chun Park als blasser, kaum präsenter Prinz Sou-Chong enttäuscht. Sein Tenor hat keinen Glanz, keine Lyrismen, ist unflexibel und nur in der (forcierten) Höhe hörbar. Das ist für Lehárs "Land des Lächelns" zu wenig. Artikel vom 24.02.2008 21:23 | KURIER | Peter Jarolin



........Als richtiges Bühnentalent erwies sich auch in der hier stark beschnittenen Rolle des Leutnant Gustl wieder der vielseitig einsetzbare Thomas Sigwald, der mit festem, angenehmen Tenor nicht nur seinen Gesangspart meisterte, sondern auch sein Gesicht, seine Augen, seinen Körper "sprechen" ließ und damit seine Liebe zu Lisa unmissverständlich zum Ausdruck brachte, aber auch in seiner Liebelei mit der kleinen Mi viel Charme investierte.........

Der neue Merker 03/2008 SieglindePfabigan





Der neue Merker 01 2008

von Sieglinde Pfabigan

„Die Fledermaus“ 31 12 07
Volksoper Wien


....Zum 3. Mal innerhalb einer Woche (nach seinem Weihnachtskabaret und dem Badener „Polenblut“) konnte ich Thomas Sigwalds Bühnentalent bewundern. Auch seine Verkörperung des Eisensteins war perfekt: ein Bonvivant voll unbezähmbarer Spiellaune, dem man den Scherz mit Freund Falke ohne weiters abnimmt, ebenso wie sein Eroberungsdrang beim schönen Geschlecht
und wie er mit diversen Niederlagen, seine Dummheit eingestehend, „spielend“ fertig wird. Jegliche Situationskomik wird da mit Genuss ausgeschlachtet, ohne dass dem Sänger die rollengerechte Noblesse des „Rentiers“ verloren geht. Stimmlich bewältigt er seinen Part sicher......

PS Nachträglich erfuhr ich, dass Thomas Sigwald, der nicht als Cover vorgesehen war, von seinem Einspringglück in einem echten Notfall erst 1 ½ Stunden vor Vorstellungsbeginn erfahren hatte und diese Nachmittagsvorstellung übernahm, obwohl er am Abend im Badener „Polenblut“ aufzutreten hatte, wo er zuvor auch am 26., 29. und 30.12 gesungen hatte.

Alle Achtung!



WIEN / GLORIA THEATER: HO HO HO - Weihnachtskabarett am 19.12.2007

Wien „HO HO HO – Ein musikalisches Weihnachtskabarett in 2 Akten“ .

In Baden und an der Volksoper vor allem als „seriöser“ Operettentenor im Einsatz, begnügt sich THOMAS SIGWALD jedoch nicht damit, vorgegebene Rollen zu verkörpern. Er ist ungeheuer kreativ im Erfinden von eigenen Programmen. So auch hier. Zusammen mit dem Pianisten CHRISTIAN KOCH und unter Mitarbeit von THOMAS ENZINGER am Buch entstand ein vorweihnachtlicher Abend, an dem Sigwald – mit der charakteristischen rot-weißen Haube - den Weihnachtsmann spielte und Christian Koch das Christkind – mit weißen Flügerln, die er durch eine Zugvorrichtung an der Brust bewegen konnte, um Freude oder Frust auszudrücken. Dieses große Christkind weint, weil es arbeitslos geworden ist; im Kaufrausch und im Werbesog kümmert sich kaum noch jemand darum, zumal es ja in allen christlichen Ländern vom Santa Claus verdrängt wurde. Immer, wenn es zwischen den beiden zu einem Streit kommt, ertönt aus dem Lautsprecher Händels Halleluja, gefolgt von der Stimme des „Chefs“, lt. Programm „mit der wunderbaren Stimme von“ HEINZ HOLECEK, der aber auch wirklich klangvoll-sonor-human die beiden Herren ermahnt, sich dessen zu besinnen, dass Weihnachten ein Fest der Liebe sei. So beschließen sie, Weihnachtslieder zu singen. Der eine, professioneller Tenor mit kräftiger, fester Stimme und sicherer Höhe, der andere am Pianoforte, eher amateurhaft, aber mit eindringlicher Diktion und oft einfach urkomisch in seinen schüchternen vokalen Äußerungen. Das Christkind besinnt sich, dass man ein einziges Weihnachtslied unendlich variieren kann. So gab es „Leise rieselt der Schnee“ á la Brahms und Tschaikowski, Carmen (Habanera) und Nabucco (Gefangenenchor), Kleine Nachtmusik oder Udo Jürgens „Am Wörthersee“ zu vernehmen. Die Zuhörer im ausverkauften Saal bogen sich vor Vergnügen. Die Tanzeinlagen der beiden Künstler (Choreographie BOHDANA SZIVACZ)waren zum Quietschen. Werbung (GERALD PICHOWETZ, der ja am Gloria Theater zuhause ist) und Nachrichten (PETER MATIC) kommen vom Band.


Nach der Pause ist Sigwald ganz in seinem Element. Der Musical-erfahrene Sänger hat die Kardinalidee: Wir komponieren ein Musical mit dem Christkind als Hauptdarsteller. Große Begeisterung, als Textstellen und Musiknummern aus den bekanntesten Werken dieses Genres der neuen Situation angepasst werden und Sigwald, der Erzkomödiant mit so manchen Heldentenortönen, sie alle gleich selber spielt. Dass der Papst dem Christkind und dem Weihnachtsmann eine Audienz versagt, ist unter den Umständen zu verschmerzen…

Der Abend regte auf wohlwollend-unterhaltlsame Weise zum Nachdenken an.

Sieglinde Pfabigan


Neuer Merker, Jänner 2008 Polenblut Operettenmetropole Baden

Thomas Sigwald ist ein fescher, cahrmanter junger Operettenheld mit starker Bühnenpräsenz. Dieser junge Adelige, der allen Freuden des Lebens geneigt ist, sprüht vor guter Laune, blödelt köstlich mit seinen Sauf- und Spielgenossen, tanzt was das zeug hält, und ist ein sehr überzeugender Liebhaber. Wenn er kurz vor Schluss fürchten muss, dass seine helena ihm doch nicht das Ja-Wort gibt, spielt sich in seinem Gesicht ein ganzes Drama ab. Was heute bei Operettentenören ganz selten vorkommt: Er hat eine profunde Mittellage, die auch in den fast bassalen Regionen der Partie noch gut zu hören ist, sodass die Stimme in den Ensembles trägt. Frauke Schäfer spielt die willensstarke hübsche Diplomatentocher temperamantvoll und zielbewusst, mit der gehörigen Portion erotischer Ausstrahlung, der entsprechenden Gesichts- und Körpersprache und mit gut geführter kräftiger Stimme.

Sieglinde Pfabigan


Badener Zeitung, 13.12.2007

... die Aufmerksamkeit fokussiert sich allein auf die Präsenz der Sängerinnen und Sänger. Und sie bestehen glänzend. Allen voran Thomas Sigwald, der sich in der Rolle des flotten vielgeliebten und vielliebenden Graf Bolo Baranski sichtlich wohlfühlt. Seinem treuherzigen Dackelblick kann niemand widerstehen, auch die tüchtige Helena Zaremba - reizend und sehr präsent Frauke Schäfer - nicht, die auf Wunsch ihres Vaters Jan Zaremba - großartig Rainer Zaun - diesen heiraten und somit vor dem Bankrott retten soll.

Wanda Mühlgassner


OPERETTTS

NÖN, 05.06.2007

IM GESPRÄCH / Thomas Sigwald möchte mit seiner Show "Operettts" der Operettte den Nimbus ihrer Verstaubtheit nehmen; Einstiegsdroge Operette

BADEN / Dass Operette modern, frisch und humorvoll sein kann, das stellt der Sänger Thomas Sigwald mit dem Programm "Operettts" (feierte am 2. März im Radiokulturhaus Weltpremiere) unter Beweis. "Schreiben Sie, dass Operettts wirklich mit drei T's geschrieben gehört", bittet Sigwald, denn immer wieder verschwindet eines der 3 T's; die 3 T's verstehen sich ja als eine Art Glaubensbekenntnis, und sollen Sigwalds Liebe zur Operette visuell darstellen. Der Sänger hat die Intention der Operette über eine neuartige Darstellungsform Pfeffer in das etwas betagte Operettenhinterteil zu streuen, auf dass es wieder so werde, wie es einst war, als die Operette noch richtig pfeffrig und feurig war. Mit dem Regisseur Thomas Enzinger, dem musikalischen Leiter Christian Koch und den beiden Tenören Mehrzad Montazeri und Thomas Markus setzte Sigwald eine Idee um, "die ich schon lange mit mir herum schleppte." Nun steht sie, die Idee: ein Zwei-Stunden-Programm mit den Highlights aus den 25 besten Operetten wird geboten - wenig Requisiten, dafür tolle Stimmen und ein Quantum Humor "die Show mutet ein bisschen an Monty Python an", schürt Sigwald Gusto auch beim jüngeren Publikum. "Operettts führt zurück zur Seele und dem Esprit dieser unerhörten Kunst", steht im Programmtext. Operettts ist [am 20.Juni und] am 21. Juni im Stadttheater zu sehen. www.operettts.com

Thomas Sigwald gastiert mit seinem Programm "Operettts" [am 20.Juni und] am 21. Juni (19:30) im Stadttheater Baden

NÖN: Mit ihrem neuen Programm "Operettts" mit drei T's geschrieben wie Sie betonen - möchten Sie die Genialität der Operette auch einem jüngeren Publikum verklickern. Geht denn das und wenn ja wie?

Sigwald: Die Operette wird leider immer noch von zu vielen mit einer rümpfenden Nase betrachtet. Die Operette wird als etwas Beiläufiges gesehen, aber Operette gehört, meines Erachtens, ernsthaft betrieben und die Musik der Operette ist genialer als die der meisten Musicals (Sigwald bekommt eine Gänsehaut und zeigt sie stolz her) - sehen Sie, so geht es mir, wenn ich nur an die Musik der Operette denke. Ich möchte mit meinem Programm eine Einstiegsdroge zur Operette liefern, das Rezept meiner Show: ernsthafte Musik mit viel Humor, so soll Operette sein.

NÖN: Sind sie so etwas wie der Retter der Operette?

Sigwald: (lacht) Nein, eigentlich nicht. die Operette ist die Musik unserer Kindheit, auch die Jugend von heute kennt sie, es ist ein Stück Österreich, diese Musik ist immer um uns, z.B. beim Neujahrskonzert, auf Bällen oder sonst wo, wenn ein Walzer gespielt wird. Diese Musik rennt unterschwellig immer irgendwie mit, viele können die Musik vielleicht nicht zuordnen, aber sie kennen sie. Ich habe halt ein großes Herz für das Genre Operette und ich habe Abende erlebt, da gab es eine Stimmung wie auf einem Popkonzert. Ich glaube, dass nur viele einfach Schwellenangst der Operette gegenüber haben. Die Show Operettts zeigt, dass Operette auch etwas schräg - ja sogar grotesk sein kann.

Sandra Sagmeister


"Der Graf von Luxemburg " / "The Count of Luxemburg"
(Rolle: Armand Brissard alias Manfred Prskawetz)
Volksoper Wien .

Der neue Merker; 17.06.2007




... Mittelpunkt auf der Bühne war das Paar Thomas SIGWALD ( mit strahlendem Tenor, charme- und schmähbegabter Verführungskunst und herrlich natürlichem Spiel) und Martina DORAK (einer heiteren bildhübschen Soubrettte, die von mühelosen Koloraturen, stupender Beweglichkeit bis zu weiblich-frecher Raffinesse alles hat, was für dieses Fach gebraucht wird). ...

Jakobine Kempkens




"Der Bettelstudent" / "The Beggar Student"
(Rolle: Jan)
Sommerarena Baden

Der neue Merker 10/2006

...Möglicherweise wäre Thomas Sigwald, der den Jan verkörperte, eine entsprechende Alternative gewesen. Als "zweiter Tenor" verströmte er lyrische Geschmeidigkeit, und in der Darstellung sowie sprachlicher Nuancierung ist er ohnehin erste Wahl. Die anspruchsvolle Einlagearie im 2. Akt, mit strettahaftem Beginn und Schluss sowie lyrischem Mittelteil, erwies sich zwar musikalisch als sprödes Stück, doch konnte der Interpret - nicht zuletzt dank eines schönen hohen C - das Publikum einnehmen.

G. Ottinger


Kurier 20.06.2006

Wo Operette funktioniert - Sommerarena Baden: "Der Bettelstudent"

...Dass sich sein Kollege Thomas Sigwald - auch er wäre ein erstklassiger Titelheld - mit dem zweiten Tenor-Part zufrieden gibt, spricht für den vokal eindrucksvollen Sigwald. ...

Peter Jarolin


NÖN 26.06.2006


Mit Karl Millöckers Operette "Der Bettelstudent" feierte am Samstag die Sommerarena in Baden die Eröffnung der Saison.

... Frauke Schäfer hingegen liebenswert wie kaum eine andere, machte die Bronislawa auch stimmlich zum Ereignis. "Nur das eine bitt’ ich dich, liebe mich", ihr Duett mit Thomas Sigwald, der einen großartigen Jan sang, rührte in seiner schlichten Schönheit zu Tränen. ...

Thomas Jorda




"Die Fledermaus" / "The Bat"
(Rolle: Gabriel von Eisenstein)
Stadttheater Baden

NÖN 17.10.2005

Am Samstag ging das Stadttheater Baden in die Wintersaison mit der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß, die ja dem Libretto nach tatsächlich in der Kurstadt spielt - Frisch und leichtfüßig

... Thomas Sigwald ist ein fescher, herrlich komischer Eisenstein mit ordentlicher Stimme...

Thomas Jorda


Kurier 18.10.2005

Wo die klassische Operette eine Heimat gefunden hat - "Die Fledermaus" in Baden

...so ist Thomas Sigwald ein stimmlich tadelloser sehr komischer Eisenstein...

Peter Jarolin


Badner Zeitung 20.10.2005


Straß Operette "Die Fledermaus am Stadttheater Baden

...Thomas Sigwald als Rentier Gabriel von Eisenstein konnte sein komödiantisches Talent ausspielen und war ein köstlich cholerischer Ehemann und Möchtegernverführer und stimmlich glänzend disponiert. ...

Wanda Mühlgassner




"Die lustige Witwe" / "The Merry Widow"
(Rolle: Danilo Danilowitsch)
Opernhaus Halle

Mitteldeutsche Zeitung 21.05.2005

Lektionen in Sachen Liebe - Operhaus Halle zeigt "Die lustige Witwe"

... Auf der anderen Seite kämpft der charmante Schwerenöter Thomas Sigwald, dessen zerknitterter Charme in einem erfreulichen Kontrast seiner warm leuchtenden Stimme steht und der selbst ein Taumeln nach durchzechten Nächten noch als eleganten Tanzschritt verkauft. ...

Andreas Hillger




"Die Zauberflöte" / "The Magic Flute"
(Rolle: Tamino)
Staatstheater Schwerin

Schweriner Volkszeitung 2005


Eine "Zauberflöte von hohem theatralischen Reiz

...Ein sehr beweglicher um seine Liebe kämpfender Prinz ist Thomas Sigwald mit flexibel und klug eingesetztem Tenor. ...

Ingeborg Kalkus




Neujahrskonzert New York / Washington
Strauss symphony at Kennedy Center


Washington Post 05 01 2004-02-01

Thomas Sigwald, jedoch hat eine gut vorn sitzende Tenorstimme und Berge voll Charme - er hat die Arien von Strauß und Lehar zu Höhepunkten des Abends gemacht. Sein fließendes natürliches Schauspielkönnen und tadelloses humoristisches Timing sind rare Gaben.





"Wiener Blut" / "Vienna Blood"
(Rolle: Graf Zedlau)
Wiener Volksoper

Der neue Merker 2004

... verkörperte Thomas Sigwald den Grafen Zedlau mit gutem, für meinen Geschmack hie und da fast zu hektischem Spiel, womit er vielleicht davon ablenken wollte, dass der Graf Zedlau durch den Librettisten als reichlich blasse Figur konzipiert worden ist. Mit biegsam federnder, zu effektvollen Spitzentönen fähiger, die Volksoper spielenderfüllender Stimme, lebendiger Phrasierung und dem Flair eines echten Operettentenors erzielte Sigwald einen schönen persönlichen Erfolg. ...

Gerhard Otting


"Der Zigeunerbaron"
(Rolle: Sandor Barinkay)
Staatstheater Schwerin

Schweriner Volkszeitung 05.04.2004


... Der in Wien gebürtige Thomas Sigwald verband in der Titelrolle Naturburschen-Charme mit mühelos strahlendem Tenorton. Er hat mit der in Spiel und Gesang prachtvollen und Gesang prachtvollen und überzeugenden Saffi von Eveline Ines Bill eine gute Brautwahl getroffen...

Ingeborg Kalkus


"Das Land des Lächelns" / "Land of smiles"
(Rolle: Prinz Sou Chong)
Baden

Kurier 14.07.2003

Ein Sieg des Prinzen
.... Selbst ein Auftrittsverbot konnten den erkrankten, darstellerisch sehr glaubwürdigen Thomas Sigwald nicht daran hindern, den Prinzen Sou Chong zu singen.
Tapfer und mit großer Umsicht meisterte der Tenor alle vokalen Hürden. In Bestform dürfte Sigwald die Idealbesetzung sein.

von Peter Jarolin


NÖ Nachrichten 14.07.2003



Thomas Sigwald, der sich so auf den Sou Chong gefreut hatte, war indisponiert - und sang dennoch wunderschön, mehr noch: Sein intensives Spiel berührte von der ersten Minute an.

von Thomas Jorda


Wiener Zeitung 14.07.2003



Leider musste Thomas Sigwald sich wegen einer Halsentzündung "ansagen" lassen und war auch gezwungen, ein Lied auszulassen. Dennoch sang er sehr gut, was eine Dame zu der Bemerkung veranlasste: "Wie singt der erst, wenn er gesund ist?" Jedenfalls war es eine hervorstechende, nicht nur einem wohl erstklassigen Arzt, sondern auch einer erstklassigen Gesangs- und Sprechtechnik zu verdankende Leistung.

von Lona Chernel


Kronen Zeitung 05.08.2003



Thomas Sigwald bringt als Prinz Sou Chong die Spaltung zwischen Liebe und Tradition, zwischen seinem privaten und öffentlichen Leben gekonnt über die Rampe. Ein sensibler Liebhaber, der nicht zu tief in Sentimentalitäten eintaucht.
Stimmlich entspricht er, kann seinem Tenor die notwendige Schärfe, aber auch Zartheit geben. Etwa in dem Hit "Dein ist mein ganzes Herz"

von Oliver A. Lang


CD "Liebesgeständnisse oft-selten-nie gehörte Meisterwerke der Operette"
"Confessions of love often-seldom-never heard masterpieces of operetta"
(CD Eigenproduktion)

NÖ Nachrichten 26.07.2003



Unter dem Titel Liebesgeständnisse singt Sigwald neben Ohrwürmern wie "Ob blond ob braun" von Robert Stolz wunderbare, kaum gehörte Melodien ("Heut’ Nacht hab’ ich geträumt von dir" von Emmerich Kálmán oder "Es nicken die Giebel" von Leo Fall). Eine echte Freude für Freunde der Operette!

von Thomas Jorda


Die Lustige Witwe / The Merry Widow
(Rolle: Graf Danilo)
Capitol Theatre, Sidney

The Metropolitan 19.05.2003

Die Hauptdarsteller, Thomas Sigwald und Eszter Bellai als Liebespaar Danilo und Hanna, sind beide wunderbare Sänger. Sigwald ist in jeder Hinsicht excellent.


Daily Telegraph 19.05.2003

Thomas Sigwald hat man viel zu Danken, denn er war der Einzige mit echtem Glanz und stimmlich begeisternd an diesen Abend.

von Deborah Lones


The Australian 19.05.2003

Thomas Sigwald als Danilo war mehr als eine wertvolle Sache für Szadon (Hanna Glawari), seine Leistung als exzentrischer, zurückhaltender Aristokrat war ein Genuss.

von Troy Lennon


Sidney Tribune 19.05.2003

Thomas Sigwald hat die aristokratische Charme und Zügellosigkeit seines Charakters beim Premierabend amüsant projiziert.

von Colin Rose

Der Graf von Luxemburg / The Count of Luxemburg
(Rolle: Graf René)
Landestheater Innsbruck

Der neue Merker 24.04.2003



.....an ihrer Seite Thomas Sigwald, ein René wie aus dem Bilderbuch: groß gewachsen, fesches Äußeres, elegant in der Darstellung und mit einem einschmeichelnden, höhepunktenden Tenor ausgestattet. Jubelnde Zustimmung für dieses tolle Paar.

von Dietmar Plattner


Thomas Sigwald in concert (I und II)
(Soloabend) / (Soloevening)
Baden Theater

NÖ Nachrichten 09.03.2003



Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Kein Wunder, hat doch Thomas Sigwald nach vielen, vielen Rollen in der kurstädtischen Operetten-Märchenwelt zahlreiche Anhängerinnen gefunden, die von dem Tenor mit der einschmeichelnden Stimme gar nicht genug bekommen können.

Diesmal gab's Sigwald nicht bloß in einer Rolle, ´nein, im Dutzend war er zu bewundern. Ob Couplet von Johann Nestroy oder Lieder von Hermann Leopoldie, ob Arien von Guiseppe Verdi oder Songs aus Leonard Bernsteins "West Side Story" - Thomas Sigwald bewies, wie groß sein künstlerisches Spektrum ist: Thomas Sigwald in concert war eine Personality Show der Sonderklasse. Unterstützt von drei wunderbaren Sängerinnen, Frauke Schäfer, Martina Serafin und Melanie Holiday, tourte Sigwald durch seine künstlerische Vergangenheit und die bandbreite des Musiktheaters, erzählte köstliche Anekdoten und verbreitete fast drei Stunden Lust und Laune. Das Publikum war entsprechend glücklich und erzwang begeistert Zugaben.

von Thomas Jorda


Badener Rundschau 06.03.2003

....in einem sprühenden bunten Programm lotete er sein komödiantisches Können, vom Stimmband-Akrobaten bis hin zur kabarettistischen Einlage voll aus. Sobald er singt ist er ganz da, ist er der mitreißende Bühnenstar.

von Leo Willner
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Badener Zeitung 06.03.2003


... in Top Form, dynamisch und mit starker Bühnenpräsenz stellte der Badener Operettenliebling nicht nur seine gesanglichen, sondern auch seine schauspielerischen Qualitäten unter Beweis. Eine effektvolle, wohldurchdachte Lichtshow sorgte bei diesem stilvollen, professionellen Theaterabend für passende Stimmung. Thomas Sigwald hat alle Qualitäten für einen ausgezeichneten Entertainer. Kein Wunder, dass sich das Publikum einige Zugaben erklatschte.

Die Lustige Witwe / The Merry Widow
(Rolle: Danilo)
Ingolstadt Theater

Der neue Merker 14.02.2003



....wobei Thomas Sigwald erstmals vom Rosillion zum Danilo mutierte. Als blendender Darsteller fand er sich mit der neuen Rolle von Anfang an sehr gut zurecht, hatte Ausstrahlung, Charme sowie natürliche Lockerheit und war der Mittelpunkt des Geschehens. Gesanglich bereitete Ihm die Partie natürlich keine Probleme, doch fiel immerhin im Vergleich zu den letzten Jahren satterer Klang in den tiefen lagen positiv auf. Sigwald bot eine Fülle von Zwischentönen, und obwohl es sich bereits um seine 4. Vorstellung en suite handelte, besaß seine Stimme viel Glanz. Ein sehr geglücktes Rollendebüt.....

von Gerhard Ottinger
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Wiener Blut / Vienna Blood
(Rolle: Graf Zedlau)
Wiener Volksoper

Der neue Merker 09.12.2002



...auch Thomas Sigwald weiß um die hohen Anforderungen an einen Operettentenor und meisterte das anspruchsvolle Wechselspiel zwischen lebendigen Spiel und frei fließendem Gesang mit der Routine des Könners. Im 1. Akt im Ton noch relativ schlank, machte er nach der Pause die Stimme mehr auf und erzielte damit sowie mit strahlenden Spitzentönen sehr schöne Wirkung... Der Künstler wäre in der künftigen Volkopernära als fixer Bestandteil ein Gewinn.

von Gerhard Ottinger

Die Lustige Witwe / The Merry Widow
(Rolle: Camille de Rosillion)
München / Staatstheater am Gärtnerplatz

Der neue Merker 28.07.2002



...neben dieser erfreulichen Entdeckung bestätigte der außenseiterisch wie der "Boehme Rudolfo(!)" gekleidete Thomas Sigwald in der bayrischen Hauptstadt seine Qualitäten......Jedenfalls sang Sigwald sehr gut, wobei er u.a. mit der Romanze von der "Rosenknospe", dem Pavillion Duett und dem folgenden Ensemble (schöne Kantilene und strahlendes hohes C !) Höhepunkte setzte.

von Gerhard Ottinger

Volksoperorchestertournee Deutschland
Volksopera Orchestra Tour of Germany
(Dirigent/Conducter: Rudolf Bibl, Sopran: Melanie Holliday)
München / Staatstheater am Gärtnerplatz

Südwest Press 30.11.2001



"Freunde das Leben ist lebenswert" schmetterte Thomas Sigwald, ein junger, international gefragter Operetten Troubadour mit Bombenstimme, der schon längst vor "Dein ist mein ganzes Herz" alle erobert hatte.

von Christa Kanand


Schwäbische Zeitung 28.11.2001



Mit strahlender weittragender, höhenstabiler Stimme ließ Thomas Sigwald das Publikum wissen: "Freunde, das Leben ist lebenswert." .... wieder aus dem "Land des Lächelns", dem Thomas Sigwald feinste Pianoschlüsse angedeihen ließ. Das Publikum war hingerissen von soviel Stimmschmelz und forderte vehement da capo.

von Barbara Perkovac

Die Rose von Stambul / The Rose of Stambul
(Rolle: Achmed Bey)
Sommerarena Baden




Kronen Zeitung 26.06.2001


Thomas Sigwald als Achmed Bey ist ein Operettentenor in des Wortes bester Bedeutung: Die Stimme ist kernig und im Timbre angenehm. Wenn er "Ein Walzer muß es sein" singt, klingt das ideal gefühl- und hingebungsvoll. Ein Charmeur der gute Figur macht.

von Oliver Lang




Kurier 25.06.2001


......Frauke Schäfer als sehr gute Diva, Thomas Sigwald als ihren Partner, der seine Spitzentöne schmettert.....

von Franz Endler

Operettenkonzert / Opera Concert
(Dirigent/Conducter: Salvador Mas, Sopran: Martina Serafin)
Barcelona Auditorium




Lavanguardia 12.02.2001


Die 2 Solisten gewannen das Publikum mit ihren Stimmen, spielten und tanzten Walzer und küssten sich gar auf der Szene.

von OBC

Der Wildschütz
(Rolle: Baron Kronthal)
Landestheater Salzburg




Kurier 10.04.2000


Ihr wichtigster Gegenspieler der als Stallmeister verkleidete Baron Kronthal, der Bruder der Gräfin: Thomas Sigwald gibt überzeugend den feschen Stallmeister, der sich für unwiderstehlich hält und daher auf melancholischen Weltschmerz macht. Warm und rund ist die baritonal gefärbte Stimme, ausgewogen timbriert in allen Lagen.

von Heidmarie Klabacher




Salzburger Nachrichten 10.04.2000


... Adrain Eröd, ein Bariton und männlich verführerischer Graf, und, etwas stämmiger als Feschak, Thomas Sigwald als Baron Kronthal sind scharfe, exakt zugespitzte, aber immer menschlich bleibende Karikaturen aristokratischer Scheinheiligkeit.

von Karl Harb

Die Zauberflöte / The Magic Flute
(Rolle: Tamino)
Opernfestspiele Bad Hall / Operetta Festival Bad Hall




Neues Volksblatt 29.04.2000


...herausragend Thomas Sigwald (Tamino) und Reinhard Mayr (Sarastro)

von Ursula Kammesberger




OÖ Nachrichten 29.04.2000


....hervorragend Thomas Sigwald (Tamino) und sein komödiantisches Gegenstück Michael Wagner

von Franz Zamazal

Die Csárdásfürsting / The Csardascountess
(Rolle: Edwin)
München Staatstheater am Gärtnerplatz

Der neue Merker 22.12.1999



Thomas Sigwald (Edwin), jung, fesch - wie aus einem Schnitzler-Roman - mit kräftigem Tenor, Temperament und Verve, die leibhaftige Verkörperung eines jungen nichtsnutzigen k.u.k. Adeligen

von Jakobine Kempkens

Madame Pompadour
(Rolle: Rene)
Baden Theater

Kurier 03.11.1999



Thomas Sigwald ist tatsächlich ein hörenswerter Tenor.

von Franz Endler

Die Lustige Witwe / The Merry Widow
(Rolle: Camille de Rosillion)
Grazer Opernhaus


Der neue Merker 19.05.1999


Thomas Sigwald singt mühelos und kultivierter als Paul Groves , sein Wiener Staatsopern-Pendent.

Don Giovanni
(Rolle: Don Ottavio)
Landestheater Linz

Der neue Merker 02.07.1997



Regina Schörg als Donna Anna und Thomas Sigwald als Don Ottavio und, last but not least, William Mason als Komtur vervollständigen ein in sich geschlossenes Ensemble.

von Gertraud Heilmann

Werther
(Rolle: Werther)
Landestheater Linz

Der neue Merker 22.11.1994



Die Qualitäten von Thomas Sigwald als Titelfigur merkte man bereits bei "un autre son epoux". Dafür bringt er perfektes Französisch und unverbrauchtes tenorales Material mit, das im leidenschaftlichen Ansatz entfernt an den jungen Aragall erinnert. Sein Ausbruch zum Schluß des 2. Aktes nach Charlottes Wunsch... a la noel...geriet ihm bereits zu mehr als nur einem Versprechen. Im 3. Akt gestaltete Bärbel Müller eine angstvoll bebende Brief Szene, und Thomas Sigwalds "pourquoi me reveiller" hätte selbst abgebrühte Operngeher tief anrühren müssen.

von N.A.W

West Side Story
(Rolle: Toni)
Grazer Opernhaus / Muscialfestspiel Amstetten / Stadttheater Klagenfurt

OÖ Nachrichten 29.07.1994



Der am Landestheater Linz engagierte Thomas Sigwald spielt und singt den Toni - und wie! Wenn er "Maria, Maria, Maria" mit Inbrunst durch die Halle schmettert, dann wird’s so ruhig, dass man fast die Schweißtropfen fallen hört.

von Silvia Kitzmantel




Kleine Zeitung 30.03.1991


Thomas Sigwald und Eva Österbergers Tony und Maria, deren Liebe so tragisch endet, heben diese Aufführung durch Leidenschaft und Intensität zu beachtlichen künstlerischen Niveau.

von Friedrich Staudacher

Jesus Christ Superstar
(Rolle: Judas)
Landestheater Linz

OÖ Nachrichten 22.04.1987



... eine bedeutend stärkere Persönlichkeit stellt Thomas Sigwald als Judas auf die Bühne, der einen überlegenen Gegenspieler abgibt und die Figur des Verräters in den Mittelpunkt rückt

von Gerhard Ritschel

Michael Kramer
(Rolle: Arnold)
Landestheater Linz

OÖ Nachrichten 28.01.1986



"Kramer jr. hats geschafft"

Seine erste große Chance bekam der seit Herbst am Landestheater engagierte Thomas Sigwald in Jörg Butlers Hauptmann Inszenierung "Michael Kramer". Der Wiener mit etwas Filmerfahrung spielte sich auf Anhieb ganz nach vorne, Der Abend in den Kammerspielen gehörte Arnold Kramer.
...Thomas Sigwald dreht als Arnold das Drama um. Eine groteske und zugleich rührende Unkoordiniertheit der Bewegungen stigmatisiert ihn als Außenseiter. Der Körpersprache entsprechend die geistige Fahrigkeit, die totale äußerliche und innerliche Verkrampfung dem Vater gegenüber, der ihn in bester Absicht an seine moralischen Ketten zu legen gedenkt, wie einen ungeratenen jungen Hund.

Die Publikumsreaktion war ein ausdrückliches Votum für Thomas Sigwald. So kommt nicht jeden Premierenabend ein Jungmime "herüber"

von Ulrike Steiner