Thomas Sigwald wurde in Wien geboren. Absolvierte als erster Maturajahrgang die Fremdenverkehrsschulen Wien-heutige Tourismusschulen Modul.
Ist Touristikkaufmann.
Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Althea Bridges, Illko Natchev und Ron Schneider. Nach abgeschlossener Schauspielausbildung mit Hauptfachlehrerin
Susi Nicoletti, Erni Mangold, Karl Heinz Hackl und Sammy Molcho am Wiener Max Reinhardtseminar.
Auftritt bei den Salzburger Festspielen im "Jedermann" und Hauptrolle (Friedel) in dem Peter Patzak Film "Die Försterbuben".
Er begann seine Karriere 1985 als erfolgreicher Schauspieler, zuerst in der Wolfgang Glück Inszenierung „Komtesse Mizzi“, als „Phillipp“ mit Christine Ostermayer und Alexander Schönböck um danach am Landes Theater Linz in das Fixengagement als Schauspieler und in Folge 1987 zusätzlich im Musicalbereich als „Judas“ in „Jesus Christ Superstar“ zu engagiert zu werden. Allein in den 3 Jahren Linz spielte er in über 29 Produktionen.

1988 wurde Sigwald als Feuilly, Enjolras in die deutschsprachige Uraufführung von Les Miserables an den Vereinigten Bühnen Wien/Raimundtheater in der Regie von Gale Edwards engagiert und begann so seine klassische Gesangskarriere.
Wenig später debütierte er 1991 als „Tony“ in West Side Story am Stadttheater Klagenfurt und an den Vereinigten Bühnen Graz. Diese Rolle begleitete Thomas Sigwald lange, unter anderen im Musical Sommer Amstetten mit Pia Douwes unter der Regie von Heinz Ehrenfreud und Kim Duddy.

Sein erstes Engagement als lyrischer Tenor fand Thomas Sigwald 1992 am Landestheater Linz, wo er sich zahlreiche Partien seines Faches erarbeiten konnte, u.a.: Tamino/Die Zauberflöte, Belmonte/Entführung aus dem Serail, Don Ottavio/Don Giovanni, Fenton/Falstaff, Nadir/Les pêcheurs de perles, Werther/Werther, Rinuccio/Gianni Schicchi, Flamand/Capriccio, Baron Kronthal/Der Wildschütz u.a.

Nach 5 Jahren am Landestheater ging Sigwald ins freie Engagement und war bald im ganzen deutschsprachigen Raum als auch international als Sänger erfolgreich tätig.





Neben der Oper hat widmete Thomas Sigwald sich sehr ausgiebig der Operette. Er zählt noch heute zu den authentischer Interpreten des so schweren "leichten Genres" und war immer wieder gern gesehener Gast am Staatstheater am Gärtnerplatz, am Landestheater Salzburg, Landestheater Tirol/Innsbruck(Brigitte Fassbaender) Grazer Opernhaus, am ehemaligen Metropol in Berlin, an der damaligen Operettenmetropole Baden, am Stadttheater Klagenfurt, an der Semperoper Dresden und an der Volksoper Wien, wo er u.a. mit Partien wie Eisenstein/Fledermaus, Graf Zedlau/Wiener Blut, Barinkay/Zigeunerbaron, Rosillion/Lustige Witwe, Zarewitsch, René/Graf von Luxemburg, Stanislaus/Der Vogelhändler bis hin zu Edwin/Csárdásfürstin und Tassilo/Gräfin Mariza, Sou Chong/Land des Lächelns reüssieren konnte.

Gefördert wurde er vor allem durch den Dirigenten Heinz Mogg, der Sigwald von Graz an das Gärtnerplatz Theater brachte, als auch durch den großen Rudi Bibl, mit dem er viele Konzerttourneen, u.a. mit dem Volksoper-Orchester Wien machte. Auch mit Herbert Prikopa folgten Konzerttourneen.

Regisseure wie Wolfgang Glück, Karl Paryla, Susi Nicoletti, Bernd Palma, Josef Köpplinger, Gale Edwards, Helmuth Baumann, Willi Steiner, Dr. Robert Herzl u.a. engagierten Sigwald immer wieder und förderten seine Karriere. Allein durch Dr. Herzl war Sigwald mit Hauptrollen in mehr als 14 Produktionen unter Herzls engagiert.

Neben vielen Konzerttourneen, die ihn u.a. nach Australien ans Sydney Opera House und Melbourne Concert Hall, nach Barcelona/Pallaun, nach Tokio Santuri Hall und Chicago Symphonic Hall, Lincoln Center New York/ Dorothy Chandler Hall, Kennedy Center Washington führten, war Thomas Sigwald auch der Jacquino/Fidelio bei den Bregenzer
Festspielen-Inszenierung David Poutney.
Daneben hat er seinen eigenen Personality Abend entwickelt ("Thomas Sigwald in concert"), der mehrfach erfolgreich mit Gästen wie Martina Serafin, Frauke Schäfer und Melanie Holliday über die Bühne ging.

Mit gelegentlichen Ausflügen ins Musical debütierte er als „Petrucchio“ in der Robert Herzl Inszenierung von „Kiss me Kate“.


Im Mai 2003 erschien seine erste CD "Liebesgeständnisse oft-selten-nie gehörte Meisterwerke der Operette", aufgenommen mit dem Tschechischen Radio Symphonieorchester und dem Slovak State Orchester, die eine Weltpremiere darstellt. Sechs bisher noch nie auf Tonträger erschienene Arien aus unbekannten Operetten von Lehár, Dostal, Fall und Kálmánn wurden hier zum ersten Mal aufgenommen, Vermischt mit bekannte Hits wie "Dein ist mein ganzes Herz", "Grüß mir mein Wien "und" Ob blond ob braun".

In der Regie von Dr. Robert Herzl sang er 2005 als Danilo in der Lustigen Witwe am Opernhaus Halle, gleichzeitig debütierte er im Mai an der Wiener Volksoper mit dem Edwin in Die Csárdásfürstin, und spielte laufend am Staatstheater Schwerin den Tamino/Zauberflöte und den Barinkay/Zigeunerbaron neben seit 1992 fast jährlichen Gastspielen im Sommer an der Operettenmetropole Baden.

Seit September 2006 ist Thomas Sigwald fixes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper, und präsentierte sich bisher mit Partien u.a. wie "Eisenstein" (Fledermaus), "Pong" (Turandot), "Leonetto" (Boccaccio) und Eselsmann (Die Kluge) "Brissard "(Graf von Luxemburg) "Edwin" (Die Csardasfürstin) "Orpheus" (Orpheus in der Unterwelt), Harald/Lt Stone (Blume von Hawai) u.a.

Seit Sommer 2006 produzierte und spielt er sein neues Konzert-Kabarett Programm "operettts", das mit erstem Halbjahr 2007 seine Welturaufführung fand. Näheres unter www.operettts.com. Seit 2008 war „operettts“ für 4 Jahre im fixen Repertoire der Wiener Volksoper. Mit September 2017 erlebt „operettts“ seine englischsprachige Uraufführung in Toronto/Kanada gemeinsam mit dem Produzenten Attila Glatz, der Sigwald schon über ein eineinhalb Jahrzehnte für seine Neujahrskonzerte engagierte und nun mit Ihm diese Kooperation beginnt.

2007 erschien Sigwalds erste Musical CD, auf der er mit Kollegen wie Ute Gfrerer, Pavel Fieber, Wolfgang Pampel und Dagmar Hellberg unter der musikalischen Leitung von Caspar Richter
Lieder aus „Brigadoon“, „Camelot“, „My Fair Lady“ und „Gigi“ von Frederick Loewe singt. Produziert und gespielt vom SWR Kaiserslautern.


2007 entstanden sein nächstes Programme "Ho Ho Ho" über ein depressives, als Globalisierungsopfer sich fühlendes Christkind und einen Weihnachtsmann, der das Marketing für das Christkind übernehmen muss, sowie "Melange a trois", das Nachfolgeprogramm von „Operettts“.

Seit 2008 inszeniert Thomas Sigwald neben seiner Tätigkeit als Sänger und Produzent auch Industriefilme ( z.B..: 4 Media) und war künstlerischer Leiter des Großevents "100 Jahre Modul" der Wirtschaftskammer Wien an der Tourismusschule Wien. Ein Event der zeitgleich in 4 Etagen spielte und für über 150 geladene Gäste ausgelegt war.

Im 2. Halbjahr 2010 war Thomas Sigwald der künstlerische Leiter des Festival der Kultur Residenz Zögernitz, ein Biedermeier Konzert/Theatersaal im 19. Bezirk Wien (vormals Casino Zögernitz), in dem bereits Johann Strauß seine Uraufführungen spielte. Es traten u.a. Künstler wie Justus Neumann, Ulrike Beimpold, Dr. Robert Herzl auf und das Wiener Philharmonische Quartett mit Daniela Fally.

In diesem Jahr folgte ein weiteres Programm-„Broadway Impressionen“, mit Uraufführung am Stadttheater Baden.

2011 gastierte Thomas Sigwald mit einer Konzerttournee in den Vereinigten Staaten am Broadway im Lincoln Center als auch in New Brunswick und Washington.
Im Folgejahr in Kanada-Montreal Operahouse/Quebec Operahouse.

Im Mai folgt eine neue Japantournee mit der Wiener Volksoper, als auch war er die Neubesetzung im Walzertraum als Niki am Grazer Opernhaus.

Thomas Sigwald hat 2 Töchter und ist mit der Geigerin
Caroline Sigwald von den Wiener Symphonikern verheiratet.

www.thomas-sigwald.com
www.operettts.com